Motorbootfahrer beschimpft jüdisches Kulturschiff auf dem Wannsee
Ein Motorbootfahrer beschimpfte am 25. Juli 2026 auf dem Berliner Wannsee die MS Goldberg, das einzige jüdische Kulturschiff. Laut der Dokumentation soll er unter anderem gerufen haben, Hitler habe „zu wenig Juden vergast“. Die Betreiber konnten den Mann später anhand seines Facebook-Profilbildes identifizieren.
Ort: Berlin · Datum: 25.07.2026
Kontext: Öffentlicher Raum
Ein Motorbootfahrer beschimpfte am 25. Juli 2026 auf dem Berliner Wannsee die MS Goldberg, das einzige jüdische Kulturschiff. Er rief in Richtung des Schiffes unter anderem: „Fahrt zum Gazastreifen und guckt Euch Eure Mörderei dort an“ und „Ich hoffe, Ihr seid dieses Jahr das letzte Mal hier, Ihr seid hier unbeliebt, alle.“ Laut dem von der Amadeu Antonio Stiftung angeführten Bericht soll der Mann außerdem gerufen haben, Hitler habe „zu wenig Juden vergast“. Über Facebook erhielten die Betreiber später die Nachricht „Gut das [sic!] der Wannsee wieder sauber ist“. Anhand des Profilbildes identifizierten sie den Absender als den Motorbootfahrer.
Antisemitischer Bezug: Die Äußerung, Hitler habe „zu wenig Juden vergast“, richtet sich ausdrücklich gegen Juden und befürwortet nach ihrem Wortlaut eine noch umfassendere nationalsozialistische Judenvernichtung. Zudem richteten sich die Beschimpfungen gezielt gegen ein jüdisches Kulturschiff.