Sachbeschädigung oder Vandalismus

Hakenkreuze auf der Hoffnungsmauer einer jüdischen Gemeinde

Unbekannte beschmierten das Wandbild des Pasadena Jewish Temple & Center mit mehreren Hakenkreuzen und dem Satz „Zionism is not welcome“. Das Bild war nach einem früheren antisemitischen Angriff als Zeichen der Hoffnung und des Zusammenhalts entstanden.

Ort: Pasadena, Kalifornien · Datum: 24.07.2026

Kontext: Synagoge oder jüdische Einrichtung

Am 24. Juli 2026 wurden auf dem Gelände des Pasadena Jewish Temple & Center mehrere Hakenkreuze und die Botschaft „Zionism is not welcome“ entdeckt. Die Schmierereien befanden sich auf einem Wandbild, das eine große orangefarbene Mohnblume und den Satz „We are all responsible for each other“ zeigt.

Die Synagoge war beim Eaton-Feuer im Januar 2025 nahezu vollständig zerstört worden. Das Wandbild entstand im Mai 2026 auf einer der wenigen erhaltenen Mauern. Mitglieder der Gemeinde, Schüler, Künstler und freiwillige Helfer hatten es gemeinsam geschaffen.

Bereits im Januar 2026 war die verbliebene Mauer mit antisemitischen und israelfeindlichen Parolen beschmiert worden. Das später geschaffene Wandbild war damit zugleich eine Antwort auf diesen ersten Angriff. Die erneute Schändung ist ein eigener Vorfall und muss getrennt davon erfasst werden.

Das Los Angeles County Sheriff’s Department behandelt die Tat als antisemitisch motivierte Sachbeschädigung. Angaben zu Tatverdächtigen oder einer genauen Tatzeit wurden bislang nicht veröffentlicht. Für Hinweise, die zur Identifizierung und Verurteilung der Verantwortlichen beider Angriffe führen, wurde eine Belohnung von 20.000 US-Dollar vorgeschlagen.